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HSG-Motto: jung, leidenschaftlich

Handball-Oberliga: Krabben wollen „keine weitere Wackelsaison“ erleben

Kiel. Erst am letzten Spieltag der vergangenen Saison sicherte sich die HSG Holstein Kiel/Kronshagen mit einem 34:31-Heimsieg gegen den ATSV Stockelsdorf den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga. So knapp soll es künftig nicht werden. Das Kommando auf der Trainerbank bei den Krabben übernahm mit Thorsten Möller und Thore Schläger eine Doppelspitze.

„Eine weitere Wackelsaison will keiner“, sagt Möller vorausblickend, der sich gemeinsam mit Schläger in den letzten Saisonspielen ein Bild vom Leistungsniveau der Krabben machen konnte. Die beiden „Alphatiere“ (O-Ton Möller) setzen bei ihrem Führungsstil auf eine Mischung aus Kommunikation, Spaß und akribischer Arbeit: „Jeder darf, kann und soll Fehler machen, aber bitte nicht immer wieder die gleichen“, sagt Möller und ergänzt lachend mit Verweis auf das geringe Durchschnittsalter (22, 9 Jahre) seines Teams: „Alle sind noch lernfähig. Wir können uns viel erarbeiten.“ Der Umbruch bei den Krabben wurde nicht nur auf Trainerseite vollzogen, sondern auch im Kader: Sechs Abgängen stehen ebenso viele Neue gegenüber.

Und hier soll es die richtige Mischung machen: Mit Caja Lübker (HSG OKT) und Selina Krolak (TSV Wattenbek) ergänzen zwei drittligaerfahrene Spielerinnen den Krabben-Kader, zu dem künftig auch die 18-jährigen Talente Vanessa Kulka und Merith Wagner gehören. Frei nach dem ausgerufenen Motto „jung und leidenschaftlich“ will die HSG angreifen: „Wir sind nicht mehr so abhängig von einzelnen Spielern. Wenn wir die ganze Bandbreite des Kaders ausnutzen, ist Platz fünf bei gutem Saisonverlauf nicht unrealistisch“, gibt das Trainerduo die erhoffte Zielrichtung vor. Doch dafür muss auch im Spielsystem gefeilt werden. In drei bis vier Trainingseinheiten pro Woche haben die Krabben in der Saisonvorbereitung neben den konditionellen Grundlagen an einer flexibleren Abwehr gearbeitet. Das neue Credo: „Idealerweise richtet sich der Gegner künftig mehr nach uns als wir nach ihm“. Auf dem Parkett wird die Last auf viele Schultern verteilt, dennoch sollen die Arrivierten Thabea Kautz, Mandy Schrader, Farina Mohn, Caja Lübker und Selina Krolak den Takt vorgeben. Außerhalb der Spielfläche wurde mit Hans-Werner Karstens ein Teammanager installiert, der dem Trainerteam Möller/Schläger ebenso assistiert wie Torwarttrainer Morten Michelsen. „Wenn der Spaß stimmt, kommen die Ergebnisse. Und umgekehrt“, sagt Möller und lacht. Ernst wird es erstmals am 1. September um 17 Uhr, dann kommt die SG Todesfelde/Leezen zum Oberligaauftakt nach Kronshagen.

Abgänge: Yvonne Matalewski (Ziel unbekannt), Rieka Thal (TSV Wattenbek), Carina Hagenah, Katharina Mitzkus, Jette Stegmann, Lena Zelle (alle Karriereende).

Kader, Tor: Lea Busekow (eigene Zweite), Anne Mack – Außen: Hannah Averbeck, Selina Krolak (TSV Wattenbek), Lisa Lorenz, Leonie Meißner – Rückraum: Thabea Kautz, Vanessa Kulka (eigene A-Jugend), Celina Lange, Rieke Meyer, Farina Mohn, Lina Peters (Eimsbütteler TV), Mandy Schrader, Merith Wagner (eigene A-Jugend) – Kreis: Sophie Falge, Caja Lübker (HSG OKT)

Trainer: Thorsten Möller, Thore Schläger – Torwarttrainer: Morten Michelsen – Teammanager: Hans-Werner Karstens – Physiotherapeut: Fritz Paysen.

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